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Schnupfen, Husten, Durchfall und Erbrechen... solche und viele andere harmlose Erkrankungen kommen in jedem Kinderleben mehr oder weniger oft vor. In der Regel braucht das Kind keine besonderen Medikamente, um wieder gesund zu werden. Es reichen oft aus Grosis Zeiten überlieferte Hausmittel, die teilweise bessere Wirkung zeigen als manche Arzneimittel. Viele dieser Rezepte sind in der heutigen Zeit in Vergessenheit geraten oder einfach aus der Mode gekommen, aber allmählich erinnern wir uns wieder daran. Hier finden Sie zu den gängigsten Krankheiten bei Kindern ein paar dieser Hausmittelchen. Hoffentlich ist auch für Sie die ein oder andere Empfehlung dabei, die Ihrem Kind hilft, schnell wieder gesund zu werden. Wenn die Symptome bei Ihrem Baby trotz dieser Hausmittel in absehbarer Zeit nicht besser werden, sollten Sie unbedingt Ihren Kinderarzt, eine Kinderärztin aufsuchen, um abklären zu lassen, ob es ernster erkrankt ist und zum Beispiel ein Antibiotikum benötigt.

Husten: Achten Sie darauf, dass Ihr Baby ausreichend trinkt und dass seine Umgebungsluft nicht zu trocken ist. Seien Sie zurückhaltend mit Kräuter-Hustentees, da Säuglinge oftmals allergisch auf bestimmte Pflanzenbestandteile reagieren. Gut vertragen wird Fencheltee (1/2 Teelöffel auf 1/4 l kochendes Wasser, 5 Minuten ziehen lassen). Machen Sie bei Kindern unter 1 Jahr noch keine feuchten Brustwickel. Sie können eine Mullwindel über der Heizung erwärmen und diese um den Brustkorb Ihres Kindes wickeln und seinen Schlafanzug darüber ziehen. Allein die Wärme zeigt schon entkrampfende und schleimlösende Wirkung.
Bei Kleinkindern sind warme Hustentees und warme Brustwickel hilfreich, die hervorragend fest sitzenden Schleim lösen. Wenn Ihr Kind zusätzlich fiebert, sind kalte Wickel besser. Ausserdem können Sie gut wirksame Hustensäfte selbst herstellen.

Halsweh: Wenn Kindern der Hals kratzt, ist das häufig ein erstes Anzeichen für eine sich anbahnende Erkältung. Achten Sie darauf, dass es Ihrem Kind angenehm warm ist und dass es warme Füsse hat, da nur dann die Abwehrkräfte gut arbeiten können. Unterstützend wirkt dabei ein warmes Fussbad. Bereiten Sie Ihrem Kind einen "Halswehtee" zu aus 1 1/2 TL Kamilleblüten und 1/2 TL Salbeiblätter, aufgegossen mit 1/4 l kochendem Wasser. 5 Minuten ziehen lassen. Geben Sie ihm davon mehrmals täglich eine Tasse schluckweise zu trinken. Geben Sie zusätzlich einen Spritzer frisch gepresste Zitrone in den Tee. Darin ist viel Vitamin C enthalten, wodurch die Infektabwehr gesteigert wird. Sehr gut abschwellend und desinfizierend wirkt auch das Gurgeln mit Salzwasser (1/2 TL Salz in einer Tasse lauwarmem Wasser aufgelöst), was allerdings meistens erst von Schulkindern toleriert wird. Ein altes Hausrezept bei Halsschmerzen ist auch der Halswickel. Sie können ihn in warmer oder kalter Form anwenden, je nachdem, was Ihr Kind als angenehmer empfindet. Wenn Ihr Kind fröstelt, sollten Sie lieber den kalten Wickel anwenden.

Schnupfen: Wenn Ihr Baby verschnupft ist, helfen oftmals ein paar Tropfen Muttermilch, die mehrmals täglich in jedes Nasenloch geträufelt werden. Sorgen Sie ausserdem dafür, dass der Raum, indem es schläft, nicht zu warm ist. Hängen Sie zur Luftbefeuchtung nasse Tücher über die Heizung. Legen Sie Ihr Baby mit etwas erhöhtem Oberkörper ins Bett, in dem Sie zum Beispiel Telefonbücher unter den oberen Teil der Matratze legen. Sehr gut befreiend für die Nase wirkt auch eine aufgeschnittene Zwiebel, die Sie an den Rand des Kopfkissens Ihres Babys platzieren. Sie können auch unbedenklich selbst hergestellte Kochsalznasentropfen oder besser noch Nasentropfen mit isotonischer Kochsalzlösung aus der Apotheke verwenden.
Kochsalznasentropfen: 1/2 Teelöffel Salz in 1 Tasse (250ml) lauwarmem Wasser auflösen, das zuvor abgekocht wurde. Davon dem Baby mit einer Pipette mehrmals täglich 1 Tropfen in jedes Nasenloch geben. Diese Lösung alle 3 Tage frisch zubereiten, um die Besiedelung mit Bakterien gering zu halten.
Auch eine Teelösung kann in die Nase geträufelt werden. Dazu wird in einen starken Kamillentee soviel Zucker eingerührt, bis er sich nicht mehr auflöst.
Bei älteren Kindern achten Sie darauf, dass die Füsse immer warm sind und Ihr Kind nicht mit nackten Füssen herumläuft. Wichtig bei Schnupfen ist es, dem Kind viel zu trinken zu geben, da es viel Flüssigkeit verliert.
Geben Sie Ihrem Kind dazu Holunderblütentee mit Honig und einem Schuss Zitronensaft zu trinken. Überbrühen Sie 1 Teelöffel Holunderblüten mit 1/4 l siedendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen. Seihen Sie ihn dann ab und lassen ihn etwas abkühlen. Geben Sie Ihrem Kind davon 3-mal täglich 1 Tasse mit etwas Honig gesüsst zu trinken.
Noch wirksamere Methoden, um dem Kind Wärme zuzuführen, sind ein ansteigendes Fussbad, warme Zwiebelsocken mit ihren entzündungshemmenden Dämpfen oder ein Kopfdampfbad.

Fieber: Fieber ist eigentlich eine sinnvolle Reaktion des Körpers, um Krankheitserreger besser bekämpfen zu können. Erst ab einer Temperatur über 39° C kann Fieber für den kindlichen Körper eher belastend sein, so dass es sinnvoll ist, das Fieber etwas zu senken. Als Alternative zu den vom Arzt verschriebenen Fieberzäpfchen können Sie zunächst das bewährte Hausmittel Wadenwickel ausprobieren. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Kind warme Beine und Füsse hat. Unterstützend wirkt zum Ausschwitzen Lindenblütentee, den Sie je nach Höhe des Fiebers unterschiedlich dosieren sollten. 1 TL offene getrocknete Lindenblüten mit 1/2 l kochendem Wasser überbrühen und 5 Minuten ziehen lassen. Anschließend den Tee abseihen und nach Abkühlen mit etwas Honig süssen.
Geben Sie Ihrem Kind davon dreimal am Tag 1 Tasse zu trinken. Bei hohem Fieber (über 39° C) sollten Sie zum Aufbrühen nur 1/2 Teelöffel Lindenblüten verwenden.

Ohrenschmerzen: Wenn Kinder über Ohrenschmerzen klagen, so liegt häufig eine Entzündung des Mittelohres vor, welche die Belüftung des Innenohres verschlechtert, so dass hier schnell Infektionen entstehen. Um die Belüftung wieder zu verbessern, geben Sie Ihrem Kind abschwellende Nasentropfen und lassen Sie es ein Kopfdampfbad machen. Eine sehr gute heilende und schmerzhemmende Wirkung haben Zwiebelwickel. Wenn Kinder zu immer wiederkehrenden Ohrentzündungen neigen, sollten Sie schon bei den ersten Anzeichen auf dieses altbewährte Hausmittel zurückgreifen. Dadurch kann häufig die Entzündung schon im Keim erstickt werden, so dass auf die Gabe eines Antibiotikums verzichtet werden kann.

Blähungen: Führen Sie mehrmals täglich eine sanfte Bauchmassage durch. Reiben Sie zunächst Ihre Hände mit ein paar Tropfen angewärmtem Babyöl oder Kümmelöl aus der Apotheke ein. Streichen Sie dann mit Ihrem Zeige- und Mittelfinger in langsam kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn um den Nabel Ihres Babys herum. Tipp: Ihr Baby sollte zwar satt sein, aber nicht gerade gegessen oder getrunken haben.
Oder geben Sie einen Entblähungstee zu trinken, vielleicht reichen schon einige Esslöffel im Schoppen. Wenn Sie Ihr Baby stillen, sollten Sie diesen Tee selbst trinken, da somit die wirksamen Subtanzen über die Muttermilch zu Ihrem Kind gelangen. Er wird aus je 1 TL Anis, Kümmel und Fenchelsamen, überbrüht mit 3/4 l kochendem Wasser hergestellt. 5 Minuten ziehen lassen und dann abseihen.
Weitere Tipps gegen Bauchweh und Koliken finden Sie hier.

Schluckauf: Legen Sie Ihrem Baby ein angewärmtes Kirschkernkissen oder eine kleine Wärmflasche auf den Bauch, die Sie vorher mit einem Handtuch umwickelt haben. Da Schluckauf durch einen zu vollen Magen verursacht sein kann, sollten Sie Ihrem Baby häufigere, aber kleinere Portionen füttern.

Wunder Po: Zusätzlich zu den Massnahmen, die wir unter "Behandlung der Windeldermatitis" vorschlagen, hat sich Lebertran-Salbe bewährt. Sie riecht allerdings stark nach Fisch.

Zahndurchbruch: Entzündungshemmend wirkt Kamillen- oder Salbeitee. Betupfen Sie die Stelle, an der das Zähnchen durchdrückt, mit einer teegetränkten Kompresse. Weitere Tipps finden Sie hier.


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